Freitag, 11. April 2008Simplify my life - Teil 1: Von Störenfrieden und ZeitfressernTrackbacks
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Naja, der "digitale Selbstmord" bezog sich doch eigentlich, soweit ich mich erinnere, eher auf die ganzen Netzwerke, die unsere Daten gut vermarkten.
Ich setze Messaging Dienste von ICQ über Jabber zum IRC durchaus auch sehr produktiv ein und teilweise bieten sie mir Kontakt zu Menschen, die ich aufgrund großer Entfernung sicher schon längst aus den Augen verloren hätte.
Der Spiegel-Artikel bezog sich auf soziale Netzwerke, japps. Aber der war ja auch nicht ausschlaggebend, für meinen Rundumschlag.
Den Kontakt zu Menschen die weiter weg wohnen, halte ich inzwischen lieber per Telefon, E-Mail oder auch Post.
Hmm, ich benutze solche Dienste nach wie vor. Allerdings nicht zum chatten. Ich habe das vornehmlich als Supportkanal, denn zwei recht wichtige Dienstleister sind persönlich darüber jederzeit erreichbar wenn mal was hakt.
Da würde es aber auch ein Telefon tun. Aber ich bestreite ja nicht, das es Anwendungszenarien gibt, wo IM sinnvoll ist. Mir taugt es aber nicht bzw. ich habe kein Anwendungsszenario. Hilfe hole ich mir in Foren oder Freunden. Nur dafür brauch eich kein IM, vor allem weil ich dann ja auch darauf angewiesen wäre, das der "Helfer" auch online ist, wenn ich gerade ein Problem habe.
Sehr gut auf den Punkt gebracht die ganze Sache mit dem "Dünnschiss". Bin selbst zwar erst 21, doch behagen mir diese IM-Sessions in denen flüchtige Bekannte heuchlerisch nach meinem Befinden fragen um dann nach einer gewissen Idle-Phase offline zu gehen schon lange nicht mehr.
Auch sämtliche gefälschte Selbstdarstellung bei den bekannten sozialen Netzwerken äußert sich bei mir oft in mentalem Brechreiz. Wäre das Web2.0 nicht idiotensicher konzipiert worden dann würde es auch weniger von solchen Kommunikations-Primaten geben. Man könnte zu diesem Thema ganze Bände schreiben, aber ich wollte nur mein Zustimmung bekunden.
Danke für die Blumen und dein Feedback. Das musste ich einfach mal loswerden
Vielleicht hast Du die falschen Freunde, wenn sie Dich nur mit belanglosem Kram zutexten. Aber es scheint mir eher, daß Du mit einer Erwartungshaltung an diese Art der Kommunikations herangehst, die Dich nur enttäuscht zurücklassen kann. Jeder hat so seine Kommunikationsvorlieben - der eine ist ein Telefonierer, dem lange Mails zuwider sind. Wieder andere hassen das telefonieren und schreiben lieber eine Mail oder gar einen Brief. Und einige finden Chats sind eine schöne Ergänzung bzw. ein guter Mittelweg: nicht so förmlich wie ein Brief oder eine Mail, nicht so flüchtig wie ein Telefongespräch. Es gibt für jedes Kommunikationsmittel seine Daseinsberechtigung, genau wie es für jedes Medium den passenden Moment gibt.
Ich kann keinerlei Mehrwert in Xing & Co entdecken, außer vielleicht den, daß sich mein Adressbuch dort immer automatisch auf dem neuesten Stand hält. Andererseits sind Leute, deren neue Firma/Adresse Adresse ich erst via Xing & Co erfahre, keine wirklich guten Kontakte. Diese Form von Paninisammelalbum 2.0 finde ich einfach extrem bescheuert und für die Kommunikation völlig ungeeignet - weil es nicht meine Art der Kommunikation ist. Twitter ist mitunter sehr praktisch für alles, was man mal eben kurz fragen will oder wenn man mal eben kurz Dampf ablassen will oder auch einfach nur auf einen besonders interessanten Link hinweisen. Es sind die meist belanglosen Worte, die in der Teeküche der Firma gewechselt werden. Aber meist sind es genau diese Teeküchenmomente, die eine Firma ausmachen und über das Klima entscheiden - nicht das große Betriebsfest im Sommer oder die teure Incentive-Reise für die Führungsspitze. Man muss sich nicht dazustellen, Man muss nicht einmal etwas sagen. Aber man sollte es nicht als unwichtig abtun.
Nein, das hat nichts mit "falschen" Freunden zu tun. Ich habe den Eindruck, das jeder früher oder später zur "Überkommunikation" neigt. Ich habe die Erfahrung gemacht, das spätestens dann, wenn die "interessanten" Themen scheinbar ausgeschöpft sind, die meisten Leute in die üblichen »Mir gehts gut. Wie gehts dir?«-Konversationen verfallen.
Aber du hast Recht. Jede Konversationsart hat ihre Vor- und Nachteile. Mir taugt Instant Messaging eben nicht mehr, weil gefühlte 99% der darüber stattfindenden Kommunikation belanglos ist. Für mich hat Xing schon einen Mehrwert, sowohl beruflich wie auch privat. Klar macht das Sammeln von Kontakten wenig Sinn, wie es einige dort (aber auch in jedem anderen Netzwerk) betreiben. Aber jeder hat so seine eigene Definition eines für ihn wertvollen Contacts. Ich natürlich auch. Für Twitter mag es sinnvolle Anwendungsszenarien geben, aber die finden dann wohl leider viel zu selten anwendung. Twitter ist in meinen Augen nur belanglos. Um genau zu sein ist es ja nicht einmal Twitter, sondern der belanglose Müll der über dieses Medium in der Allgemeinheit ausgeschüttet wird. Ein Stück mehr sinnloser Code den die Welt nicht braucht. Wie gesagt, das ist meine Meinung und ich werde einen weiten weiten Bogen um Twitter machen. Die Freiheit habe ich ja zum Glück, so wie jeder auch selbst entscheiden kann welche Webseite/Blog er besuchen/abonnieren will. |
Über den Autor
![]() Ich bin René Fischer und das ist mein Weblog in dem ich vor allem über (technische) Themen meines Alltags, insbesondere aus den Bereichen Mobile Computing und Web 2.0, sowie über das eine oder andere Fundstück aus dem Netz schreibe. Schlagwort WolkeArcor AUTSCH! Beruflich besser Leben Blogging Blogparade Community Danke Downloads DSL Entspannung Erfahrungsberichte Ernährung Exact Software Fotos Frauenwelt Freeware Fun Fundstücke gaehn.org Gedanken Geld Gewinnspiele Glückwünsche Google Handy Interessante Artikel KDE Kritik Kubuntu KULT! Lieblingsprogramme Links Linux München Microsoft Mobilfunk Must have Software Nachrichten Nervenkrise o2 Opera PDA Persönlich Phone Pad Produktkritiken Rechtliches Skins Spam Sparen Spielzeug Stress Telefonie Termine Tipps TV Umbruch Undokumentiertes Update Verrückte Welt Videos Web 2.0 Webseiten Weihnachten Werbung Wiesn Windows Windows Mobile WLAN Xing
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