Der Wunsch Linux mehr Aufmerksamkeit zu schenken und eine reale Chance zu geben, manifestierte sich Anfang des Jahres 2005 derart, das ich begann mich näher mit Linux zu beschäftigten. Glücklicherweise bin ich zu jener Zeit an ein abgeschriebenes Notebook meines Arbeitgebers gekommen, auf dem ich meine ersten Schritte mit Linux vollziehen wollte. Mein Ziel war noch vor der Veröffentlichung von Windows Vista (damals noch unter dem Namen »Longhorn« in aller Munde) und dem
drohenden TCPA komplett auf Linux umgestiegen zu sein.
Das Grauen in Schachteln

Die Wahl fiel damals auf
SuSE. Warum ausgerechnet SuSE? Nun, das verdanke ich wohl meinem Arbeitskollegen
Eike, der mir damals auf mein Verlangen »Gib mir mal Linux!« die 8 SuSE-CDs in die Hand gedrückt hat. Dank der Unterstützung meines Arbeitskollegen war SuSE recht schnell auf dem tragbaren Rechenknecht installiert. Dort angekommen, war ich mit meinem Problem dann recht schnell wieder allein. »So, das ist also Linux?« dachte ich mir »überladen, langsam und nicht wirklich ansehnlich«. Ich habe knapp 14 Tage versucht mit Linux, genauer gesagt SuSE, warm zu werden. Am Ende dieser 14 Tage war ich frustriert. Für mich gab es keinen erkennbaren Grund warum Linux besser sein sollte als Windows. Alles erschien komplizierter und machte auf mich einen ausgesprochen unaufgeräumten Eindruck.
Alles wird anders

Das sollte sich jedoch ändern. »
da didi« war es der mir
Ubuntu empfahl. Noch am selben Abend hab ich mir die Installations-CD heruntergeladen und habe Ubuntu auf mein Notebook gebannt. Meine erste Ubuntu Version war »Hoary Hedgehog« und dieser ergraute Igel schaffte es innerhalb von wenigen Stunden mein Bild von Linux komplett zu revidieren. Ab diesem Moment war ich Linux- besser gesagt Ubuntu-Fan. Diese entflammte Leidenschaft befähigte mich sogar dazu auch Eike von Ubuntu zu überzeugen, der Gnome bis heute die Treue hält. Ich selbst habe Ubuntu knapp 2 Monate eingesetzt.
Aufgrund diverse gefühlter und greifbarer Problemzonen von Gnome, dem Nichtvorhandensein eines brauchbaren Energieverwaltungsprogramms für mein Notebook sowie mein Wunsch den Desktop tiefergehender anpassen zu können, kam ich irgendwann auf die Idee mir KDE noch einmal genauer anzuschauen. Dieses Vorhaben, ließ sich durch die Installation des Metapaketes "kubuntu-desktop" relativ problemlos erreichen. KDE gefiel mir von Tag zu Tag mehr und so dauerte es nicht lang, bis ich mich dazu entschied eine saubere Kubuntu-Installation vorzunehmen.
Bis zur Glückseligkeit und noch viel weiter

Gesagt getan, die
Kubuntu-Installation lief erwartungsgemäß reibungslos. Und so war ich nach kurzer Zeit stolzer Besitzer eines Kubuntu Hoary Hedgehog. Inzwischen hat meine Kubuntu-Installation zwei Upgrades überstanden und läuft inzwischen unter Dapper Drake.
Was mich an Kubuntu so fasziniert ist die perfekte Mischung: Zum einen das wirklich gute Ubuntu-System (welches wiederum selbst auf Debian basiert), das eine stabile und leistungsfähige Grundlage bietet. Und zum anderen das darauf aufbauende (in meinen Augen beste) Desktop Enviroment KDE (in beinahe Reinform), mit all seinen vorzüglichen Programmen und Gimmicks. Aus diesem Grund hatte ich bisher auch noch nicht den geringsten Grund über einen Wechsel auch nur nachzudenken. Deshalb engagiere ich mich auch seit geraumer Zeit für die deutsche Kubuntu-Community. Dies sollte meine Leidenschaft für Kubuntu eigentlich abschließend unterstreichen.
Abseits des Kubuntu-Weges
Auch wenn ich mit Kubuntu glücklich und zufrieden bin, werfe ich hin und wieder einen Blick auf andere Distributionen, deren Einsatz mir vielversprechend erscheint.

So wollte ich beispielsweise mit einem Blick auf
openSUSE feststellen, ob mein Bild von SuSE inzwischen überholt war. Auch wenn openSUSE um Welten besser ist wie sein großer Bruder, hat es mich nicht wirklich überzeugt. Vielleicht ist es in einer fortgeschrittenen Version noch einmal ein Blick wert.

Die Installation des debianbasierten
Kanotix ließ sich auf meinem Notebook leider gar nicht erst starten. Irgendwie kam diese Distribution scheinbar nicht mit meinem CD\DVD-Laufwerk (SCSI) klar.

Da selbst Kano (der »Vater« dieses
Knoppix-Abkömmlings) keinen wirklichen Ratschlag zur Hand hatte, war das Thema Kanotix relativ früh für mich erledigt. Ganz ähnlich verlief es übrigens mit Knoppix, das ich aus dem gleichen Grund nicht einmal als Live-CD testen konnte.

Zuletzt habe ich
Xubuntu, die Ubuntu-Variante die ganz auf den XFCE-Desktop setzt, und
Vectorlinux getestet. Xubuntu ist für meinen Geschmack einfach noch nicht ausgereift. Da nutzt man schon einen schlanken und schnellen Desktop, muß dann aber mangels guter Anwendungsprogramme auf die Standardprogramme von KDE und Gnome zurückgreifen.

Wo bleibt da der Vorteil? Dann kann ich auch gleich das Original Desktop Enviroment der Wahl verwenden. Vectorlinux machte einen recht guten Eindruck und ist sicherlich für den einen oder anderen älteren Rechner die perfekte Distribution. Da ich mich aber inzwischen so sehr an das Debian-Paketmanagement gewöhnt habe, kommt Vectorlinux für mich nicht in Frage.
Ich halte auf jeden Fall die Augen nach brauchbaren Alternativen offen, die es wert sind angetestet zu werden. So gut ich Kubuntu auch finde, so wenig möchte ich mich von vornherein auf eine Distribution festlegen. Wenn es etwas geben sollte das wirklich besser sein sollte als Kubuntu, wird es früher oder später den Weg auf meine Festplatte finden.
gaehn.org kontrovers:
Fr, 09.05.2008 15:17
LOL! Den Satz kenne ich irgendwoher. Die Frage ob man jede Woche Staub wischen muss beantwortet sich eigentlich von [...]
Fr, 09.05.2008 14:12
Hehe, ist bei mir doch nicht anders... aber ich behalte mir das Kind im Manne, hab ich mir jedenfalls fest vorgenommen. [...]
Fr, 09.05.2008 14:09
ARGL! Sag doch so etwas nicht. Auch wenn ich auf die 30 zugehe, bin ich davon noch weit entfernt. Hoffe ich [...]
Fr, 09.05.2008 09:44
Hmm... du kannst mir ja mal deine Preisvorstellung mailen. Die Auktion kann ich ja dann immer noch "rausnehmen". Auch [...]
Fr, 09.05.2008 09:43
Japps, den versteigere ich. Ich habe lange mit der Entscheidung gehadert, mich aber dann dazu durchgerungen das [...]