Wie versprochen wollte ich von meinem Weihnachtsgeschenk berichten, das ich oder besser gesagt o2 mir dieses Jahr gemacht hat.

Wie aufmerksame Leser von gaehn.org evtl. noch wissen, hatte ich ja vorsorglich meine o2-Verträge gekündigt und danach bisher nur
positive Überraschungen erlebt. Nachdem sich o2 in sehr vielen Punkten als sehr flexibel herausgestellt hat und inzwischen in
Riedenburg das Einbuchen in das o2-Netz ebenfalls klappt, habe ich mich dazu entschieden den Vertrag doch zu verlängern. Nach einigen Verhandlungen hat mir o2 ein Vertragsverlängerungsangebot unterbreitet, bei dem ich einfach nicht nein sagen konnte. Dieses Gesamtpaket umfasste folgende Leistungen:
- Kostenloser Wechsel in den Tarif Genion M
- Kündigung der bestehenden (und mit dem Genion M obsoleten) Deutschland-Flatrate zum Monatsende (Laufzeit wäre sonst an die Vertragslaufzeit gebunden)
- 200 Frei-SMS pro Monat aus der gerade laufenden Weihnachtsaktion
- Und last but not least: Den o2 XDA Orbit für 50 anstatt der regulären 249 EUR

Mein neues Spielzeug kam dann knapp eine Woche später bei mir an. Auch das dass Paket nicht, wie von mir gewünscht in die Firma geliefert, sondern einfach vor meiner Haustür abgestellt wurde, konnte meine Vorfreude und meinen Spieltrieb nur wenige Sekunden dämpfen.

Als ich den XDA Orbit zum ersten mal ausgepackt und angeschaltet habe, war ich erst einmal sprachlos. Der Orbit bringt
von Haus aus eigentlich alles mit, was man für den mobilen Einsatz benötigt. Besonders begeistert bin ich von dem integrierten GPS-Empfänger und dem
vorinstallierten TomTom 6. Damit ist der XDA Orbit nicht nur mein Mobiltelefon, mobiles Büro, meine mobile Surfstation und Terminkalender sondern eben auch Navigationssystem. Bei dem Funktionsumfang war aber eigentlich auch nichts anderes zu erwarten.
Die Bedienung via Touchpad und Stylus ist, wenn man das erste mal mit einem solches Gerät in Berührung kommt, sicherlich gewöhnungsbedürftig, geht aber recht schnell in Fleisch und Blut über. Dank

des Trackballs lässt sich der Orbit auch einhändig bedienen. Insbesondere beim Surfen über den Pocket Internet Explorer benötigt man dank des Trackballs und der Soft-Keys keinen Stylus mehr. Die Bedienung von Windows Mobile 5 stellt, wenn man über grundlegende Windows-Kenntnisse verfügt kein Problem dar. Vieles was man vom heimischen Windows-Rechner gewohnt ist, findet sich auch unter Windows Mobile wieder. Es gibt aber auch viele neue Punkte zu entdecken.

Die Verarbeitung des o2 XDA Orbit ist hervorragend. Der Lieferumfang umfasst neben dem XDA Orbit inkl. einer Tragetasche und den obligatorischen Anleitungen eine 512MB microSD-Karte, ein Stereo-Headset, ein Lade- und ein Datenkabel sowie eine KFZ-Halterung inkl. KFZ-Ladekabel. Da mich die seitlich aufzuklappende Tragetasche ennorm genervt hat, habe ich mir die
EIXO BiColor Flip-Tasche bestellt. Im gleichen Atemzug habe ich auch noch eine hochwertige Displayschutzfolie und ein
multifunktionales Ersatzladegerät geordert, da ich mindestens ein Ladegerät immer im Büro benötige.

Trotz der Leistungsfähigkeit von Windows Mobile 5 habe ich relativ schnell festgestellt, das mir einige Dinge fehlen. Dank einer schier unerschöpflichen Flut von Programmen für Windows Mobile lässt sich das gewünschte Feature aber meist recht schnell nachrüsten. Hier folgt meine kleine Auswahl der Must-Have-Programme:
- CheckPOInt: Mit dem kostenlosen CheckPOInt lassen sich sogenannte POI (Points Of Interest) in TomTom importieren, die dann auf der Karte angezeigt werden. Von diversen Fastfood-Restaurants bis hin zu IKEA-Märkten kann alles importiert und angezeigt werden. Der eigentliche Clou sind aber natürlich die Blitzer. Egal ob nun Rotlichampel, Geschwindigkeitsmesser oder Abstandsmessung, durch CheckPOInt ist TomTom in der Lage diese anzuzeigen und entsprechende Warnungen anzuzeigen.
- PIEPlus: Der Pocket Internet Explorer ist, was den Surfkomfort angeht, leider nicht wirklich zufriedenstellend. Hier hilft die ungefähr 12 Euro teure Erweiterung PIEPlus weiter. Neben dem für mich enorm wichtigen Tabbed Browsing bringt PIEPlus aber noch viel mehr nützliche Funktionen mit. Wer öfter mal auf seinem PDA online surft, wird die Investition von 12 Euro nicht bereuen.
- Total Commander: Der Total Commander stellt in meinen Augen auch unter Windows Mobile ein unersetzbares, zumal kostenloses Werkzeug dar. Nicht nur durch den (virtuellen) Zwei-Fenster-Modus wird die Dateiverwaltung ein Kinderspiel. Auch so wichtige Features wie ein integrierter Registryeditor (spart die Installation eines zusätzlichen Programmes) erweiteren den Mehrnutzen gewaltig.
- XnView Pocket: Ohne einen anständigen Bildbetrachter wird das Betrachten selbst weniger Bilder schnell zur Qual. Dank dem kostenlosen XnView Pocket hat man den vom PC gewohnten Komfort auch unter Windows Mobile. XnView hat übrigens zusätzlich einige Werkzeuge zur Bildbearbeitung an Board.
- PocketXpdf: Dank der OpenSource-Software PocketXpdf ist das Lesen von PDF-Dokumenten auch auf mobilen Endgeräten kein Problem. PocketXpdf arbeitet übrigens wesentlich schneller als die ebenfalls kostenlos verfügbare Version des Adobe Acrobat Reader und ist allein deshalb schon erste Wahl.
- Profiles for Windows Mobile: Wie der Name schon sagt, ist es dank Profiles for Windows Mobile möglich, unterschiedliche Profile zu erstellen. Mit dieser Software lassen sich bis zu 9 Profile erstellen, die je nach Situation unterschiedliche Benachrichtigungsoptionen bieten. Auch lässt sich im Profil die Bildschirmausrichtung einstellen und beim Wechsel in das Profil eine beliebige Anwendung starten. Es bleibt allerdings fraglich warum Windows Mobile so etwas nicht von Haus aus kann. Die deutsche Übersetzung dieses Programmes stammt übrigens von mir.
- Magic Button: Magic Button ist ein kleiner Taskmanager der es erlaubt, schnell und einfach zwischen den geöffneten Programmen zu wechseln und diese wirklich zu beenden und nicht nur zu minimieren.
- Birthdays und Batti: Zwei kostenlose Mini-Programme die einen enormen Mehrwert bringen. Dank Batti behält man den Ladezustand des Akkus immer im Blick. Birthdays zeigt die anstehenden Geburstage der Kontakte auf dem Heute-Bildschirm an, da diese vom Adressbuch leider nicht automatisch in den Kalender übernommen werden.
Der o2 XDA Orbit unterstützt übrigens Push-E-Mail, was es ermöglicht eingehende E-Mails ohne automatisch auf das mobile Endgerät zu übertragen. Das Besondere hierbei ist das, dass Gerät erst dann eine Datenverbindung aufbaut, wenn neue E-Mails vorliegen. Dies funktioniert jedoch nur mit einem Exchange Mailkonto, welches aber bei
mail2web.com kostenlos angeboten wird. Der Clou an dieser Sache ist jedoch, das diese Datenverbindungen bei entsprechender Konfiguration mit der
o2 WAP-Flatrate abgedeckt sind.
Fazit: Der o2 XDA Orbit ist ein echter Alleskönner. Besitzer dieses Gerätes können ruhig mal ihr Gehirn oder ihren Orientierungssinn zu Hause lassen. Ich möchte den kleinen Kerl nicht mehr missen. Auch wenn ich kürzlich Windows den Rücken gekehrt habe, bin ich von Windows Mobile überzeugt. Auf meiner ToDo-Liste steht noch die
Synchronisation mit Kontact, mit der ich mich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht beschäftigt habe. Ansonsten kann ich den Orbit nur jedem weiter empfehlen. Das kürzlich erworbene
BenQ E71 muß jetzt nur in Ausnahmefällen herhalten, wenn ich den Orbit nicht mitnehmen kann.
Eine gute Anlaufstelle für Fragen rund um die mobilen Endgeräte von o2 und D1 ist übrigens
XDA-Zone-Forum.
gaehn.org kontrovers:
Fr, 09.05.2008 15:17
LOL! Den Satz kenne ich irgendwoher. Die Frage ob man jede Woche Staub wischen muss beantwortet sich eigentlich von [...]
Fr, 09.05.2008 14:12
Hehe, ist bei mir doch nicht anders... aber ich behalte mir das Kind im Manne, hab ich mir jedenfalls fest vorgenommen. [...]
Fr, 09.05.2008 14:09
ARGL! Sag doch so etwas nicht. Auch wenn ich auf die 30 zugehe, bin ich davon noch weit entfernt. Hoffe ich [...]
Fr, 09.05.2008 09:44
Hmm... du kannst mir ja mal deine Preisvorstellung mailen. Die Auktion kann ich ja dann immer noch "rausnehmen". Auch [...]
Fr, 09.05.2008 09:43
Japps, den versteigere ich. Ich habe lange mit der Entscheidung gehadert, mich aber dann dazu durchgerungen das [...]